Erster Urwaldpfad im Thüringer Wald eröffnet

 200714_tnt-urwaldpfad.jpgGemeinsam mit dem WWF eröffnete Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund am Samstag, 10. Juli 2020, im Vessertal im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald den ersten Urwaldpfad im Thüringer Wald. Die abwechslungsreiche, etwa fünfstündige Wanderung führt durch die Kernzone des UNESCO-Biosphärenreservates und kann von Startpunkten in Schmiedefeld, Vesser und Breitenbach aus begonnen werden.

Im Gesamtprojekt werden nach und nach insgesamt 15 Urwaldperlen eröffnet. Mit Eingangsstelen sowie Informationstafeln werden an den Urwaldpfaden die schönsten naturnahen Thüringer Wälder vorgestellt und ihre Bedeutung und Besonderheiten vermittelt. Die speziellen Waldwildnisgebiete zeichnen sich durch einen hohen Struktur- und Artenreichtum aus. Auf diesen geschützten Flächen hat sich durch pflegliche oder ausgebliebene forstwirtschaftliche Nutzung eine Vielzahl kostbarer Wald-Lebensräume entwickelt. Mit Informationsangeboten und Wanderrouten werden diese Gebiete für den Naturtourismus nutzbar.

Thüringer Urwaldperlen verbinden Umweltbildung und Tourismus

„In unseren Urwäldern von morgen werden Bäume richtig alt und der Wald kann wild wachsen – das lädt zum Entdecken und Erholen ein. Mit den Informationstafeln und Wanderwegen leisten die Urwaldpfade nicht nur einen Beitrag zum Naturschutz, sondern verbinden Umweltbildung und sanften Tourismus“, so Umweltministerin Anja Siegesmund.

Derzeit gibt es thüringenweit bereits acht Urwaldpfade. Unter www.thueringer-urwaldpfade.de finden Sie alle weiteren Informationen inklusive detaillierter Routenprofile.

Die Thüringer Urwaldperlen und -pfade werden aus Mitteln der EU (ELER) über das Förderprogramm des Thüringer Umweltministeriums zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) in Höhe von rund 968.000 Euro finanziert. Die konkrete Umsetzung erfolgt durch WWF Deutschland in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Erfurt.

Ihr Ansprechpartner

WWF Regionalbüro Erfurt
Tel.: +49 361 6555682
urwaldpfade@wwf.de

Text-Quelle: Thüringer Tourismus Netzwerk

Bild-Quelle: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN)

letzte Änderung: 09.06.2016